Hockenheim Classics:
Ein Fest der Motorsport-Geschichte
Konkurrenzlos schnell: Das deutsch-schweizerische Team Kurt Schüttel und Anais Rossier auf einem Yamaha-Gespann von 1984
Die Briten Adria Dedman und Theresa Langford auf einem Norton-Gespann von 1958
Gerhard Föttinger und Maria Walz aus Österreich auf BMW R69S von 1960
Michael Föll/Uwe Hördt vor Helmut Wittgens/Klaudia Hecht auf BMW R50S von 1961
und BMW R51/3 von1953
Sport-Prototypen: Vorn ein PRC S2000 von 1962 dahinter ein TIGA SC79 von 1969
Prototyp: Ginetta 12 von 1968. Fahrer Klaus Tweddel
Tourenwagensport: Audi vor Porsche und BMW
Eine 160 PS starke Ginetta mit Sebastian Asch, Sohn der DTM-Legende Roland Asch
Auto als Kunstwerk: BMW E 36 von Tymoteusz Rusinek
Triumph TR4 mit Dennis Ferell
Der alte Volvo kann´s auch noch
Formelwagen fehlten bei den Hockenheim Classics nicht. Hier Martin Lösch auf Formel König
Elegante Erscheinung: Ein Dallara der Formel Master Mit Wolfgang Göritz
Alles war perfekt bei den 48. Hockenheim Classics am dritten September-Wochende diesen Jahres – das Wetter, das Programm und das Timing. Doch der Reihe nach: Am 19. und 20. September trübte kein Wölkchen den blauen Himmel und es herrschten Temperaturen von gut 30 Grad im Schatten – Hochsommertage im Frühherbst. Das Programm? Trainingsläufe, Qualifying-Läufe, Gleichmäßigkeits- und Wertungsläufe folgten Schlag auf Schlag. Das Timing? Pausen zwischen den Aktionen gab´s nicht. Auf der Strecke des Hockenheimring, dem man die Parabolika gekürzt und die Spitzkehre gekappt hatte, herrschte stets Hochbetrieb.
Die Motorrad-Klassen waren kaum zu zählen. Von 1950 bis zur Jahrtausendwende war alles vertreten, was sich jemals in diversen Meisterschaften getummelt hatte. Aber nicht nur Zweiräder gaben sich die Ehre. Auch Tourenwagen und GT`s. Sportwagen, Formelwagen und Prototypen unterhielten die Zuschauer – ein Augen- und Ohrenschmaus für alle, die vom Motorsport-Bazillus infiziert sind. Nicht nur auf der Strecke gab´s viel zu sehen. Ein Teil der Boxen wurde als Markt für Ersatzteile und andere Utensilien der Szene genutzt. Auch eine Ausstellung besonderer Rennmotorräder gab es dort. Deren Exponate sah man in Sonderläufen auch auf der Strecke. Das Fahrerlager, das den Zuschauern nicht verwehrt war, war gestopft voll und die Eintrittspreise moderat.
Zu den Höhepunkten auf der Strecke zählten zweifellos die Rennen der Motorrad-Gespanne. Im Besonderen die akrobatischen Hochleistungen der Beifahrer, die sich erstaunlicherweise zum großen Teil aus Frauen und Mädchen rekrutierten – Respekt!
Alles perfekt? Nicht alles. Die Sonne hätte am Freitag und Samstag etwas Erbarmen haben sollen. Auf den Tribünen fand man nur im oberen Teil etwas Schatten. Erst am Sonntag zogen ein paar Wolken auf und machten den Aufenthalt erträglicher.
Text und Fotos: Holger Glanz, autoplusnews (2025)
Kurvenkämpfe in allen Zweirad-Klassen
