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autoplusnews - Historic Tour Dijon 2026: Tempo, Trucks und tolle Stimmung
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Historic Tour Dijon 2026:
Tempo, Trucks und tolle Stimmumg

Prototypen unter sich: Crosslé 95 vor Osella P18, Tiga SC 84 und Osella PA20P
1984 verschwand die Rennstrecke von Dijon Prenois aus dem Formel-1-Kalender. Letzter Sieger war Niki Lauda. Seitdem ist die Strecke nicht etwa tot. Aber seitdem hat sie nur selten so viele Zuschauer gehabt, wie am Wochenende des 24. bis 26. April 2026. Dijon Prenois ist alljährlich Auftakt der Historic Tour, jener französischen Rennserie für Oldtimer, Youngtimer und historische Rennfahrzeuge. Die Historic Tour ist stets ein Zuschauermagnet. Aber im April 2026 wurde sie durch das Championat de France Camions, also des Französischen Truck-Grand Prix ergänzt. Und das führte zu einem Andrang von mehr als 22 000 Besuchern. Näheres weiter unten in den Fotos.
Deswegen fanden die anderen Rennen aber keinesfalls nur nebenbei statt. Vor allem die Rennen der Prototypen, die das 200-km-Rennen bestritten, und sich mit zahlreichen Porsche, Audi und BMW herumschlugen, boten in jeder Runde herrliche Bilder. Ganz zu schweigen von den Monoposti der Formel Ford und Formel Ford Kent oder der Formel Renault. Auch die Tourenwagenrennen boten teilweise spannende Auseinandersetzungen. Stark besetzt war auch wieder das Feld der Trophée Lotus, in dem sich fast ausschließlich Lotus Seven um den Sieg streiten. Insgesamt 17 Rennen mit 220 Fahrern konnten die Zuschauer beobachten.
Text und Fotos: Holger und Inge Glanz, autoplusnews

Peugeot 905 Spyder von 1992. Fahrer: Jean-Pierre Destombes
Elva MK8 von 1965. Fahrer: Marc Alloend-Bessand
Ein Lola von 1986. Fahrer: Thierry Yvaren
Ein Lucchini SP93 von 1993 mit Alfa-Motor. Im Cockpit: Pierre Boite
Chevron B16 von 1971, meist gefahren von Jean Francois Besson
Porsche 910 von 1967, oft verwechselt mit seinem Vorgänger Carrera 6. Fahrer: Silvain Regnier
Formel Ford Kent: Der spätere Sieger (46) Arnaud Dousse überholt den späteren Dritten Axel Castillou
Formel Ford Kent: Zwei Van Diemen von 1990 und 1991, Fahrer: Maxime Lebreton, Vincent Faucher
Formel Renault Classic: Laurent Vallery-Masson in einem Tatuus FR 2000 von 2005
Formel Renault Historic: Pierre le Cieux in einem Martini von 1983
Bruno Mottez im Martini vor dem späteren Sieger Christian Vaglio-Giors aus der Schweiz in einem Tatuus
Jean-Charles Monnet in einem Tatuus FR 2000 von 2008 - dritter Platz im Sonntagsrennen
Immer wieder bei der Historic Tour dabei: Lotus Seven. Dieser mit Cyril Randier stammt von 1969
Audi Quattro von 1984, ehemaliges Rallyeauto von Michelle Mouton.
Unter Fabrice Lefebre immer wieder an der Spitze des Feldes
Alpine A110 von 1972 - schön anzusehen, aber nicht sehr schnell. Fahrer: Francois Thibaud
Alfa Romeo GTA von 1967, hier mit Zweiliter-Motor. Fahrer: Philippe und Vincent Drouilleau
Chevrolet Corvette von 1980. 5,7 Liter Hubraum. Fahrer: Yves Granget
Triumph TR3 A von 1958. Neuling bei der Historic Tour
Ford Escort RS 1600 von 1972, überlegener Sieger in seiner Klasse. Fahrer: Olivier Dusailly
BMW E 10, ein Klassiker von 1970. Fahrer: Marc Mathay, Dritter Platz in seiner Klasse
Porsche 964 von 1989, hier ein wenig auf Abwegen. Fahrer: Adrien Samson
Schwerer Verkehr im Schwerverkehr. Die Trucks formieren sich zum Start
Nicht weniger als 24 Trucks traten zu ihren Rennen an. Die rennmäßig aufbereiteten Zugmaschinen sind um die 1200 PS stark, etwa 5300 Kilogramm schwer und auf 160 km/h limitiert. Zugelassen sind sowohl Frontlenker wie Mercedes-Benz, Actros oder MAN als auch Haubenlenker wie die meisten US-Trucks. Bei einem Frontlenker sitzt der Motor direkt unter dem Fahrerhaus, wird aber bei den Renntrucks häufig ein Stück nach hinten hinter die Fahrerkabine versetzt. Man kann dann von einem Mittelmotorfahrzeug reden. Die Motoren, in der Regel Sechszylinder-Turbodiesel, sind extrem leistungsgesteigert. Auffällig sind die riesigen Turbolader an den Blöcken der Reihenmotoren und die großen Wasserbehälter zur Bremsenkühlung. Dominator der Serie ist zur Zeit der Franzose Téo Calvet vom Team Buggyra Racing auf einem Freightliner, einem amerikanischen Haubenlenker. Auch in Dijon war er stets Spitzenreiter.
Für Begeisterung sorgte nicht zuletzt das Truck-Rahmenprogramm. Etwa 140 Zugmaschinen mit den prächtigsten Design-Motiven fuhren über einen Rundkurs von Strecke und Fahrerlager an den Zuschauern vorüber und sorgten für herrliche Fotomotive.
Rad-an-Rad-Kämpfe und Ausbremsmanöver wie in der Formel 1. Frontlenker gegen Haubenlenker
Immer ganz vorn: Téo Calvet auf einem Freightliner, einem amerkanischen Mercedes-Ableger
Truck-Motor: Ein Frontlenker, bei dem der Motor hinter das Fahrerhaus gesetzt wurde
Truck-Cockpit - Schalensitz und winziges Lenkrad
Truckparade: Helen Shakira als Zierde des Fahrerhauses
Truckparade: Mit Zorro-Motiven
Truckparade: Künstlerisch wertvoll
Truckparade: 135 Trucks beim Tanz auf der Zielgeraden
Und Tschüss: Hier wird mit zarter Hand gelenkt
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