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ADAC Racing Weekend: Hitzeschlacht in der Eifel

Bei sommerlich heißen Temperaturen wurde das dritte ADAC Racing Weekend des Jahres 2026 auf dem Nürburgring abgehalten. In der Porsche Sprint Challenge Deutschland GT3 waren Mads K. Ljungberg und Jan Antoszewski (beide Porsche 911 GT3 Cup (992)) siegreich, in der Porsche Sprint Challenge Deutschland GT4 gewann Rasmus Vendelbo (Porsche Cayman GT4 RS Clubsport (982)) beide Rennen. In der Spezial Tourenwagen Trophy (STT) hieß das beste Duo zweimal Josef Klüber / Kenneth Heyer (Mercedes-AMG GT3 Evo), während im ADAC Tourenwagen Junior Cup Linus Parbel und Moritz Groneck (beide VW up! GTI) ganz vorne landeten. Antoine Berberich-Martini und David Schumacher (beide Ford Mustang GT3) triumphierten in den beiden kurzen Läufen der GT Summer Series und holten gemeinsam den größten Pokal im langen Rennen der GT Summer Series. Im ADAC Historic Cup Ost waren Nils-Holger Wilms (Melkus M90) und Jeanette Siegert (Formelrennwagen MT77/3) je einmal die besten Formel-Piloten sowie Nico Unbehaun (Lada Samara) in beiden Durchgängen der beste Tourenwagen-Fahrer. Patrick Andriessen (Ralt RT3/83 Alfa-Novamotor) und Elio Cocciarelli (Ralt RT 3/84 Alfa-Novamotor) waren im ADAC Graf Berghe von Trips Pokal nicht zu bezwingen und Paul Maréchal (Lotus Exige V6 Cup R) siegte zweimal in der European GT Lite Challenge. Schließlich sahen Sébastien Puechavy (Porsche 911 SC) und Gillian Garret (Porsche 964 RSR) im Ferdinand Cup je einmal als Erste die Zielflagge.

Premierensieg in der Porsche Sprint Challenge Deutschland GT3 für Ljungberg. Im ersten Durchgang setzte sich Jan Antoczewski am Start an die Spitze, konnte sich aber nicht von seinen beiden Rivalen Mads K. Ljungberg und Joel Hohmann (Porsche 911 GT3 Cup (992)) lösen. In Runde fünf griff Ljungberg seinen Vordermann an, hatte damit die Führung in seinen Händen und gab diese nicht mehr ab. Antoszewski und Hohmann komplettierten die Top 3. Im zweiten Heat riss Antoszewski abermals P1 an sich und wurde wiederum von Ljungberg und Hohmann gejagt. Doch dieses Mal konnte er seine Verfolger auf Distanz halten, sich in der zweiten Rennhälfte sogar noch merklich von ihnen absetzen und seinen vierten Saisonerfolg vor Ljungberg und Hohmann feiern.

Vendelbo freut sich über Doppelsieg in der Porsche Sprint Challenge Deutschland GT4.  Der erste Lauf der Porsche Sprint Challenge Deutschland GT4 wurde zur Beute von Rasmus Vendelbo. Er baute seinen Vorsprung bis ins Ziel auf über neun Sekunden aus. Zweiter wurde Bruno Görtz vor Nikodem Sobczyk (beide Porsche Cayman GT4 RS Clubsport (982)), der Adrian Wolf (Porsche Cayman GT4 RS Clubsport (982)) in der Anfangsphase vom dritten Rang verdrängte. Im zweiten Lauf waren die Plätze eins und zwei schnell an Vendelbo und Sobczyk vergeben. Spannend war es im Kampf um den dritten Platz, nachdem Görtz seinen Renner in der Box abstellen musste. Zunächst stritten sich Daniel Reiter, Piotr Szukalski (beide Porsche Cayman GT4 RS Clubsport (982)) und Wolf um diese Position, dann waren nur noch Reiter und Szukalski in das Duell verstrickt. Am Ende setzte sich Reiter durch. 
 
Heyer und Klüber in der Eifel unbezwingbar.  Martin Zander / Alexander Kroker (Audi R8 LMS Evo II) hatten sich im ersten Rennen der STT zwar einen Vorsprung herausgearbeitet, dann musste Zander den Audi jedoch wegen technischer Probleme in der Box abstellen. Josef Klüber / Kenneth Heyer wurden so auf Rang eins gespült und behielten diesen bis zum Ziel. Hinter Klüber und dem amtierenden Meister Heyer reihten sich Rolf Ludwig Becker / Klaus Niesen (Mercedes-AMG GT3) sowie Alleinstarter Jonathan Engström (Mercedes-AMG GT4) ein. Im zweiten Lauf legten Klüber und Heyer den zweiten Erfolg nach. Auch Becker / Niesen sowie Engström konnten ihre Platzierung vom Vortag wiederholen.

Parbel erstmals ganz vorne im ADAC Tourenwagen Junior Cup.  Linus Parbel, der sich erst in den letzten beiden Runden von der fünften auf die erste Stelle vorarbeitete, siegte in einem ereignisreichen ersten Rennen im ADAC Tourenwagen Junior Cup. Hinter ihm behielt Mika Delkus (VW up! GTI) gegen Finn Niklas Wollnik (VW up! GTI) die Oberhand. Letztgenannter lieferte sich in der Anfangsphase einen spannenden Kampf mit Moritz Groneck (VW up! GTI) um die Führung, doch beide waren in der Folge nicht vom Glück verfolgt. Groneck schied mit technischen Problemen aus, Wollnik fiel einige Positionen zurück. Alex Mohr (VW up! GTI) hieß der neue Leader, aber er konnte den Platz an der Sonne ebenfalls nicht halten. Somit war der Weg frei für Parbel, der sich nicht zweimal bitten ließ. Einen Tag später hatte Groneck mehr Glück, auch wenn ihm der Start nicht optimal gelang. Von der Pole Position verlor er zunächst Boden, holte sich diesen aber zurück und kreuzte vor Mohr die Ziellinie. Delkus bestätigte als Dritter seine Leistung vom Vortag.

Schumacher und Berberich-Martini dominieren GT Summer Series. Thomas Westarp (Audi R8 LMS GT3 Evo II) lag in Rennen eins der GT Summer Series anfangs vorne, während sein Rivale Antoine Berberich-Martini sich an Stefan Wieninger (Porsche 911 GT3 R Evo) vorbei an Position zwei arbeitete. Weitere sieben Umläufe später hatte er auch einen Weg vorbei an Westarp gefunden und feierte einen sicheren Sieg. Westarp und Wieninger wurden auf den Plätzen zwei und drei abgewinkt. Im zweiten Durchgang übernahm David Schumacher den Ford Mustang von Berberich Martini und fuhr einem nie gefährdeten Start/Ziel-Sieg entgegen. Westarp wiederholte seinen zweiten Rang, Wieninger knapp hinter Westarp seinen dritten. Im dritten Lauf feierte das Team HRT mit dem Duo Schumacher / Berberich-Martini den dritten Triumph des Wochenendes. Westarp sah die Zielflagge als Zweiter, Gregor Drasal (Lamborghini Huracán GT3 Evo I) wurde Dritter.

Unbehaun zweimal ganz vorne.  Der ADAC Historic Cup Ost kam mit den Formel- und den Tourenwagen in die Eifel. Bei den Tourenwagen setzte sich Nico Unbehaun im ersten Lauf an die Spitze, eng gefolgt von Lukasz Janiak (Skoda Favorit), der auf seine Chance lauerte. Doch die kam nicht, so dass Unbehaun als Erster die Ziellinie erreichte. Janiak wurde als Zweiter abgewinkt, Thoms Roth (Lada 2105) reihte sich als Dritter ein. Im zweiten Rennen bestätigte Unbehaun seinen Sieg und auch Janiak und Roth wiederholten ihr Ergebnis vom ersten Heat. Siegert gewinnt im ADAC Historic Cup Ost Formel In der Formel-Klasse war Nils-Holger Wilms im ersten Durchgang nicht zu bezwingen. Hinter ihm folgte Jeanette Siegert, deren zweite Position ebenso ungefährdet war wie der erste Platz von Wilms. Spannender war es zumindest in der ersten Rennhälfte im Kampf um den dritten Rang, der schließlich an Tobias Worm (Melkus-Thaßler MT77-3) ging. Einen Tag später musste Wilms bereits in der Anfangsphase mit Motorproblemen aufgeben. Siegert hieß die neue Spitzenreiterin, doch zunächst hatte sie noch Worm im Nacken. Von dem konnte sie sich im letzten Renndrittel aber leicht absetzen und dem Triumph entgegenfahren. Worm auf Rang zwei und Philipp Pippig (Estonia 25-20) als Dritter begleiteten sie zur Siegerehrung.

Auch wenn Wilms im zweiten Durchgang Pech hatte, so ist er dennoch einer der erfolgreichsten Piloten im ADAC Historic Cup Ost und der Vorgängerserie HAIGO. Der gebürtige Dresdener fühlt sich im ADAC Historic Cup Ost wohl, was zum einen an der familiären Atmosphäre liegt und zum anderen an seinem Fahrzeug. „Ich war einer der Konstrukteure dieses Renners, hatte damals die Hinterachse entworfen. Gemeinsam haben wir Ingenieure dann das Auto zusammengebaut, so dass ich auch die anderen Bauteile gut kenne. Der Melkus M90 passt mir wie ein Schuh, er ist quasi ein Teil von mir.“ Der Wagen, von dem unter der Bezeichnung MB90 im Jahr 1990 nur zwei Exemplare gebaut wurden, erhielt nach der Wende dank einer Zusammenarbeit mit BMW unter anderem einen BMW-Motor. Doch um am ADAC Hstoric Cup Ost teilnehmen zu können, musste Wilms ihn auf die M90-Version mit dem vor der Wende üblichen Lada-Triebwerk zurückbauen.

Brüder Elio und Roberto Cocciarelli auf dem Podest.  Patrick Andriessen wurde seiner Favoritenrolle im ersten Lauf des ADAC Graf Berghe von Trips Pokals gerecht. Er setzte sich am Start an die Spitze und einzig Elio Cocciarelli konnte ihm folgen. Ab Umlauf vier konnte der Leader seinen Vorteil dann auf über eine Sekunde vergrößern und diesen im weiteren Verlauf noch weiter steigern. Aber dennoch wurde es noch einmal eng, am Ende rettete Andriessen 0,105 Sekunden Vorsprung ins Ziel. Platz drei ging an Roberto Cocciarelli (Dallara F390 Alfa Novamotor). Im zweiten Rennen war Andriessen auf dem Weg zu seinem zweiten Triumph, als er an der Box aufgeben musste. Elio Cocciarelli erbte die Spitze und brachte sie ohne Probleme nach Hause. Roberto Cocciarelli freute sich über Rang zwei vor Jochen Thissen (Opel Lotus).

Maréchal gewinnt trotz anfänglicher Probleme.  In der englischen European GT Lite Challenge musste Paul Maréchal im ersten Run bis Runde drei Rainer Börgens (Lotus Exige V6 Cup R) den Vortritt lassen, dann hatte er sich den ersten Platz geholt. In der Folge setzte er sich immer weiter vom Feld ab und gewann vor Börgens. Rang drei sicherte sich Thierry Verhiest (Lotus Exige V6 Cup R). Das Rennen endete vorzeitig, nachdem ein Fahrzeug brennend am Streckenrand stand. Der Fahrer blieb unverletzt. Im zweiten Durchgang verpasste Maréchal den Start, hatte sich nach einer Runde aber wieder auf P3 vorgearbeitet und nach vier Umläufen die Führung erobert. Auch Börgens fand noch einen Weg vorbei an Thierry Verhierst, der sich letztendlich mit Position drei zufriedengeben musste.

Viel Action im Ferdinand Cup.  Der Ferdinand Cup aus Frankreich absolvierte mit seinen über 25 Jahre alten Porsche-Modellen in der heißen Eifel zwei 60-Minuten-Läufe. Im ersten Heat wurde zunächst Gillian Garret vor Sébastien Serra (Porsche 993 C2) ganz vorne notiert, doch Damien Gault (Porsche 996 Cup) näherte sich dem Führungsduo auf schnellen Sohlen. In der siebten Runde übernahm er die Spitze, verlor sie aber rund zehn Minuten vor dem Ziel, als er wegen eines technischen Problems die Box ansteuerte. Auch Garret hatte wenig Grund zur Freude, er beendete sein Rennen auf Rang zwei liegend vorzeitig im Kiesbett. Sébastien Puechavy erbte so den ersten Platz vor Cyrille Prevel (Porsche 911 3.0 RS) und Olivier Bosio (Porsche 964). Im zweiten Heat triumphierte Garret vor Serra und Fabien Labrousse / Jordy Labrousse (Porsche 964 RS).

Text und Foto: ADAC (06/26)
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